Landestierschutzverband Baden-Württemberg e. V.

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Homepage : Landestierschutzverband-bw.de

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1. Vorsitzender: Herbert Lawo

 

31. Januar 2012

Pressemitteilung

 

Kältefront - Lämmern droht der Tod durch Erfrieren

Gerade jetzt bekommen bereits viele Schafe ihre Jungen. Um den Tod der Lämmer zu vermeiden, sind besondere Fürsorge für die trächtigen Mutterschafe sowie geschützte Ablammplätze unerlässlich. Zu oft fehlen bei Wanderschäfern geeignete Schutzhütten und die frisch geborenen Lämmer erfrieren. Der Landestierschutzverband bittet um erhöhte Aufmerksamkeit der Bevölkerung und der zuständigen Behörden.

 

Die Meteorologen warnen vor einem sibirischen Kältetief mit Temperaturen bis minus 20 Grad. Bei solchen Temperaturen haben neugeborene Lämmer, die ohne Witterungsschutz zur Welt kommen, keine Überlebenschance.

Um den steigenden Bedarf an Lammfleisch durchgehend beliefern zu können, lassen Schafhalter ihre Schafe vermehrt in der Zeit befruchten, dass diese auch im Winter ihre Lämmer gebären. Die Vermarktung von Lammfleisch zu Ostern ist für sie ein bedeutender Umsatzfaktor, wobei der Druck durch sinkende Lammfleischpreise aufgrund der Konkurrenz aus Übersee ständig zunimmt. Leider führt dies dazu, dass einige der fast 3000 Schafhalter in Baden-Württemberg ihre Tiere überfordern, weil die Schäfer nicht in der Lage sind, den viel höheren logistischen und zeitlichen Aufwand, den das „Ablammen“ im Winter im Vergleich zu wärmeren Jahreszeiten erfordert, tatsächlich zu leisten.

 

Mit nicht ganz 250.000 Schafen - davon über 170.000 Mutterschafe - zählt Baden-Württemberg zu den 3 schafreichsten Bundesländern. Neben der stationären Hütehaltung ist dabei nach wie vor auch noch die klassische Wanderschafhaltung von Bedeutung.

Gerade bei der Wanderschafhaltung ist im Winter oder bei nasskaltem Wetter ein Witterungsschutz unerlässlich. Die Kältetoleranz und allgemeine Belastungsgrenze hochträchtiger Schafe - und erst recht die der neugeborenen Lämmer - ist herabgesetzt. Schon in den letzten sechs bis acht Wochen der Tragezeit müssen hochträchtige Schafe schonend behandelt werden. Insbesondere ist auf eine ausreichende und ihrem Zustand angepasste Fütterung zu achten. Zudem dürfen die Tiere nicht z.B. durch zu lange Wegstrecken überfordert werden. Nur so wird vermieden, dass die Lämmer zu früh oder zu leicht und damit zu lebensschwach auf die Welt kommen. Nicht nur die Kälte, auch ständiger Niederschlag und starker Wind können im Winter eine lebensbedrohliche Unterkühlung der neugeborenen Lämmer nach sich ziehen. Zum Ablammen ist deshalb ein trockener, gegen Regen, Schnee und Wind sowie Bodenkälte geschützter, mit Stroh eingestreuter Liegeplatz unerlässlich. Selbstverständlich muss bei Frost auch für ausreichend Trinkwasser gesorgt werden, das nicht eingefroren ist.

 

Der Landestierschutzverband lässt Beschwichtigungen von Seiten der Schafhalter, dass bis zu 30 % Lammverluste normal seien, nicht gelten. „Eine derart hohe Todesrate bei neugeborenen Lämmern ist alarmierend und in den meisten Fällen eindeutig auf fehlerhaftes Verhalten der Tierhalter zurückzuführen“, so Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes.

Er appelliert deshalb an die zuständigen Behörden gerade jetzt die meist schon bekannten "schwarze Schafe" bei den Schafhaltern engmaschig zu kontrollieren und rechtzeitig zu veranlassen, dass hochträchtige Tiere in Sicherheit gebracht werden. Gleichzeitig bittet er auch Mitbürger um erhöhte Aufmerksamkeit und darum Auffälligkeiten oder offensichtlich schwache Tiere sofort zu melden. Adressaten für solche Meldungen sind die Veterinärämter (i. d. R. bei den Landratsämtern angesiedelt), die Tierschutzvereine bzw. Tierheime und ggf. auch die Polizeistationen.

Pressemeldung

Vom 14.10.2011

 

Tierschutzbund begrüßt heutige Entscheidung zu Fundtieren im Bundesrat – Zügige Umsetzung der Bundesregierung erwartet

 

Im Bundesrat wurde heute positiv über einen Antrag Thüringens zur Schaffung einer einheitlichen Regelung zur Unterbringung von Fundtieren abgestimmt. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband in Thüringen begrüßen die Entscheidung des Bundesrates. Die Länder fordern die Bundesregierung damit auf, eindeutige gesetzliche Grundlagen zur Unterbringung von Fundtieren zu schaffen. „Wir erwarten, dass die Bundesregierung dieses Votum aus dem Bundesrat zügig umsetzt. Wir stehen für Gespräche bereit“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die heutige Entscheidung. Und erklärt gemeinsam mit Gerd Fischer, Vorsitzendem des Landestierschutzverbandes Thüringen: „Die Tierheime übernehmen mit der Fundtierbetreuung eine staatliche Aufgabe, ohne dafür eine kostendeckende Erstattung zu bekommen. Das ist eine der Hauptursachen dafür, dass viele Tierheime in Existenznot sind. Die kommunalen Spitzenverbände verweigern eine bundesweit einheitliche Regelung. Also muss der Gesetzgeber handeln.“

 

Seit Jahrzehnten übernehmen die Tierheime als Tierschutzeinrichtungen öffentliche Aufgaben, mit großem Engagement und letztlich auch zur Entlastung der kommunalen Haushalte. Denn die Fundtierverwaltung ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Eine breit angelegte Umfrage hatte bereits ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der anfallenden Arbeit verursachen. Mit der Entschließung soll der Bundesrat die Bundesregierung auffordern, bei der bevorstehenden Überarbeitung des Tierschutzgesetzes eindeutige gesetzliche Regelungen für die Betreuung und Unterbringung von verlorenen oder entlaufenen sowie ausgesetzten, zurückgelassenen oder anderweitig herrenlosen Tieren einzuführen.

 

Weitere Informationen zur Lage der Tierheime finden Sie unter www.rettet-die-tierheime.de

TASSO-Newsletter

 

Tiere aussetzen kein Kavaliersdelikt:
Bis zu 25.000,- Euro Strafe drohen!

 

Jedes Jahr im Sommer spielen sich in der Notrufzentrale von TASSO Dramen ab: Immer mit Beginn der Ferienzeit werden Haustiere kurz vor dem Urlaub einfach vor den Tierheimen oder an abgelegenen Plätzen ausgesetzt. Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin bei TASSO, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zum aktiven Aussetzen auch das Anbinden eines Hundes an einer Autobahnraststätte bzw. vor einem Tierheim oder das Verjagen eines Hundes oder einer Katze gehört. Unter den Begriff des Aussetzens fällt auch schon das bewusste Entlaufenlassen eines Tieres, d.h. wenn bewusst eine Situation herbeigeführt wird, die dem Tier das Entlaufen ermöglicht.

Aber nicht nur das bewusste Aussetzen des Tieres, sondern auch sein Tier über einen längeren Zeitraum allein lassen, ist gemäß § 3 Tierschutzgesetz verboten. Wer also seinem Tier z. B. Futter und Wasser hinstellt und dann für zwei Wochen in den Urlaub fährt, ohne, dass sich jemand regelmäßig um das Tier kümmert, macht sich strafbar. Dass es sich dabei bei Weitem nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigt sich in der Strafandrohung für dieses Verhalten. Nach dem Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, mit einer Geldbuße von bis zu 25.000,- Euro rechnen.

TASSO-Newsletter

 

Aktion "Deutschland chippt!"
Hund und Katze jetzt chippen lassen:

 

Über 13 Millionen Hunde und Katzen gibt es allein in Deutschland. Fast jedes zweite Tier ist bereits durch Chip oder Tätowierung gekennzeichnet und bei TASSO vorsorglich registriert. Im Verlustfall können diese Tiere schnell an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Leider müssen jedoch noch immer zu viele Tiere im Verlustfall lange im Tierheim auf Herrchen oder Frauchen warten. Weil sie nicht gechippt und registriert sind. Dass die Gefahr des Weglaufens nicht unterschätzt werden sollte, belegen Zahlen von TASSO. Die Tierschutzorganisation vermittelt alle 10 Minuten ein entlaufenes Tier zurück.

Tiere die nicht gekennzeichnet und registriert sind, verursachen für die Tierheime Kosten in Höhe von über 10 Millionen Euro pro Jahr. Mit einer Kennzeichnung und gleichzeitigen Registrierung bei TASSO leisten Tierfreunde so einen aktiven Beitrag zum Tierschutz.

Das Jahr 2011 steht für TASSO unter dem Motto "Deutschland chippt". Ab 3. Juli 2011 sollten Tiere, die mit in den Urlaub ins Ausland fahren, laut einer EU-Verordnung besser gechippt sein.

 

Kein gesundes Stück Lebenskraft:
Unser täglich Fleisch

 

Die Zahlen schwanken, weil kein Mensch die immensen Zahlen an geschlachteten und verzehrten Tieren wirklich zählen kann. Hochrechnungen gehen von einem jährlichen "Verbrauch" von 3,5 Millionen Rindern, 56 Millionen Schweinen, 59 Millionen Hühnern, 7,5 Millionen Puten und 21 Millionen Mastkaninchen in Deutschland aus. Keine Frage, dass diese Massen an Tieren nicht mehr unter natürlichen Bedingungen aufwachsen und artgerecht leben dürfen. Die stetig steigende Nachfrage sowie die Preissensibilität der Verbraucher haben dazu geführt, dass das Fleisch auf unserem Teller zum überwiegenden Teil aus Mastanlagen kommt. Aktuellen Prognosen zufolge soll sich der Fleischkonsum bis 2050 sogar noch verdoppeln.

Masthühner schlüpfen mit einem Gewicht von 42 Gramm und legen innerhalb von nur 40 Tagen das 60fache an Gewicht zu. Darunter leiden Knochen, Sehnen und Bänder sowie der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System der Tiere. Damit sich die auf engstem Raum gehaltenen Tiere nicht selbst verletzen, wird ihnen meist ohne Betäubung und medizinische Versorgung der Schnabel gekürzt.

Mit unserem häufig minderwertigen Fleisch sind wir nicht davor gefeit, dioxinhaltige, technische Fette, Antibiotika und Masthilfsmittel, Adrenalin und Cortisol zu essen, das die Tiere permanent wegen der Schmerzen und der Angst im Blut haben, und das sich in den Muskeln absetzt. Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte zu Biofleisch greifen.

 

 

Anbindehaltung von Kühen

 

 

Tiefpreise für Milch -Kühe müssen es teuer bezahlen
Vom Leben und Leid deutscher Milchkühe

Für jahrzehntelange Niedrigstpreise im Milchsektor zahlen Kühe einen viel zu
hohen Preis. Auf Hochleistung gezüchtet, vegetiert über ein Drittel der
deutschen Milchkühe lebenslang fest angebunden in düsteren Ställen vor sich
hin. Vor allem in baden-württembergischen Kleinbetrieben ist diese Tier
verachtende Haltungsform noch immer weit verbreitet. Das Tierschutzbündnis
Baden-Württemberg fordert den Ausstieg aus der Anbindehaltung von Kühen,
verbindliche Haltungsvorschriften und staatliche Fördergelder für Betriebe,
die ihre Haltungssysteme tiergerechter ausbauen.

Während es den Milchbauern noch gelingt, auf ihre Existenz bedrohende Situation
wegen unverschämt niedriger Milchpreise hinzuweisen, bleibt das Elend der
eigentlich Leidtragenden weitestgehend im Dunkeln. Ein großer Teil der Milchkühe
fristet bei uns in Deutschland nämlich immer noch ein qualvolles Dasein in finsteren
Ställen und steht ein Leben lang fest angebunden in engen Ständern reihenweise
nebeneinander.
Sie können sich lediglich hinlegen und aufstehen, aber weder umdrehen noch
herumlaufen. Oft ist es so eng, dass noch nicht einmal alle Kühe gleichzeitig liegen
können, ohne sich beim Aufstehen gegenseitig auf die Zitzen zu treten. Meist
bleiben die Kühe auch im Sommer im Stall, häufig besteht die Liegefläche nicht aus
Stroh, sondern aus Betonboden. Der extreme Bewegungsmangel erhöht die
gesundheitlichen Probleme der aufgrund der Zucht auf höchste Milchleistung
ohnehin massiv belasteten Tiere. Milchkühe werden spätestens mit einem
durchschnittlichen Alter von 4,7 Jahren geschlachtet.
Mehr als ein Drittel der Milchkühe werden deutschlandweit immer noch in so
genannten Anbindeställen gehalten und die meisten befinden sich in
Süddeutschland. Gerade in Baden-Württemberg gibt es noch besonders viele dieser
Ställe, im Jahr 2009 traf das noch auf etwa 7.500 (von insgesamt 11.000
Milchkuhbetrieben) mit insgesamt etwa 120.000 (von insgesamt 350.000)
Milchkühen zu. Diese Zahlen machen deutlich, dass es sich hier keinesfalls um das
gerne zitierte Auslaufmodell handelt, das sich mit der Zeit von selbst erledigt.
Vielmehr besteht hier unverzüglicher Handlungsbedarf, denn nach wie vor gibt es
weder national verbindliche Haltungsvorschriften zur Rinderhaltung noch bestehen
dahingehende EU-Vorgaben; einzig die Haltung von Kälbern ist bis jetzt geregelt.
Deshalb fordert das Bündnis der großen Tierschutz-und tierschutzorientierten
Organisationen, wie der Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V.,
Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e. V., Bund gegen Missbrauch der
Tiere e.V., Bundesverband Tierschutz e.V., Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung und Ethologische Gesellschaft e.V., die alle auch im Tierschutzbeirat des
Stuttgarter Ministeriums für Ländlichen Raum vertreten sind, für Baden-Württemberg
erneut mit Nachdruck einen zügigen Ausstieg aus der Anbindehaltung von Milchkühen.
„Die Anbindehaltung missachtet jegliche elementaren Grundbedürfnisse der Rinder
und ist damit vergleichbar der Käfighaltung von Legehennen und von
Mastkaninchen. Gesetzliche Regelungen zur Haltung von Milchkühen und ein
Auslaufen bestehender Anbindehaltungen bis spätestens 2017 sind längst überfällig.
Ebenso notwendig sind finanzielle Fördermaßnahmen für tierfreundliche
Haltungssysteme und eine bessere Bezahlung der Milchbauern. Nur so haben
Betriebe, die den Kühen ein tiergerechteres Leben ermöglichen wollen, überhaupt
eine Wettbewerbschance“, erklärt Herbert Lawo, der Vorsitzende des
Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg, stellvertretend für die
Bündnispartner.
Da die Anbindehaltung von Rindern in Baden-Württemberg besonders in kleinen
Betrieben vorkommt, würde eine Umstellung auf andere Haltungssysteme hohe
Investitionen erfordern. Die Entscheidungsträger der Politik befürchten derzeit, dass
deshalb viele dieser Rinderhaltungen nicht weiter bestehen könnten.


Landestierschutzverband Baden-
Württemberg e.V.

Unterfeldstr. 14 B
76149 Karlsruhe
Vorsitzender:
Herbert Lawo


Menschen für
Tierrechte
Tierversuchsgegner
Baden-Württemberg
e.V.


Bund gegen
Missbrauch
der Tiere e.V.


Bundesverband
Tierschutz e.V.

  • Tiere sind keine Geschenksache; sie sind lebendige Wesen mit artgerechten Ansprüchen 

Oft stehen Tiere gerade für Kinder auf dem Wunschzettel ganz oben auf der Liste. Aber bevor man sich entschließt, dem nachzugeben, sollte man sich erst einmal damit auseinander setzen.

 

Sie können sich anhand folgender Fragen schon mal selber testen, ob Haustiere für Sie in Frage kommen:

 

  • Viele Tiere werden recht alt, Meerschweinchen und Kaninchen können 8   Jahre alt werden, Hunde und Katzen werden noch älter, Schildkröten können sogar weit über 80 Jahre alt werden! Können und wollen Sie sich so lange um diese Tiere kümmern?
  • Sind alle in der Familie mit den neuen Hausgenossen einverstanden und bereit, sich um die Tiere zu kümmern? Wer macht den Käfig sauber, wer geht Gassi, usw.?
  • Liegen evtl. Allergien vor? Testen Sie dies bei einem Tier von Bekannten oder wenn nötig im Tierheim.
  • Wohin mit den Tieren im Urlaub?
  • Tiere werden schnell erwachsen und sind nicht mehr die niedlichen Babys.
  • Nicht alle Tiere sind von Anfang an stubenrein, manche Tiere werden es nie - bekommen die Tiere trotzdem Auslauf in der Wohnung? Behalten Sie auch  Kaninchen, die nicht Ihren Wünschen entsprechen?
  • Nager - und vor allem Kaninchen - könnten beim Auslauf Möbel, Bücher und andere Dinge annagen. Katzen wissen nicht immer, was Kratzbaum und was Sofa ist, und schon mancher Hund fand einen Designerschuh essbar - nehmen Sie das in Kauf?
  • Viele Tiere können nur artgerecht gehalten werden, wenn sie mindestens zu zweit sind, wie z.B. Kaninchen oder Meerschweinchen ( aber nicht ein Meerschweinchen und ein Kaninchen). Haben Sie genügend Platz für einen entsprechend großen Käfig?

  • Reptilien haben ganz besondere Ansprüche an die Pflege. Viele unterliegen dem Bundesartenschutz und müssen auch bei den entsprechenden Stellen registriert werden!
  • Sind die gewünschten Tiere vom Vermieter erlaubt. Manche Reptilienarten, sowie Hunde und Katzen müssen vom Vermieter genehmigt werden.
  • Nicht nur das Tier kostet Geld, sondern auch das Zubehör: Futter, Käfig, Spielsachen, Näpfe, Körbchen, Leine, Bürste, Streu und auch Impfungen oder Kastration usw.
  • Kranke oder ältere Tiere müssen vom Tierarzt behandelt werden. - Sind Sie bereit, dafür Geld auszugeben und zwar Beträge, die den Anschaffungswert des Tieres bei weitem übersteigen können?
  • Die Pflege eines Tieres sollte immer zusätzlich in den Händen Erwachsener liegen, kein Kind ist in der Lage sich immer um sein Tier zu kümmern. Kinder können oft nicht abschätzen, wie wichtig das tägliche Versorgen der Tiere ist. Sie vergessen im Spiel ihre Kraft und können Tiere verletzen. Egal um welches Tier es sich handelt, ein erwachsener Mensch sollte sich jeden Tag um dieses Tier kümmern.
  • Alle Tiere welche in Käfigen oder Terrarien gehalten werden benötigen sehr viel Platz - mehr als ein kleiner Käfig. Einige Tierarten fühlen sich in Außengehegen wohler, manche brauchen die Sommersonne um gesund zu bleiben.


Dies sind nur einige Fragen die vorab zu klären sind, prüfen Sie bitte Gewissenhaft, ob sie wirklich bei allen Fragen ganz sicher sind, dass der Beschenkte oder die Familie im Sinne des Tieres antworten würde.


Es handelt sich bei der Anschaffung eines Tieres immer um eine Entscheidung, die das Leben und die Gewohnheiten für viele Jahre grundlegend ändern.


Selbst wenn das „Geschenk“ mit allen betroffenen Personen abgesprochen ist, sind festliche Anlässe wie Geburtstage usw. die denkbar ungünstigste Zeit, um Tiere zu verschenken. Tiere brauchen zum Eingewöhnen die ersten Tage viel Ruhe, Geduld und Verständnis.

 

 

Und wenn Sie dann ein Tier suchen, schauen Sie doch bitte bei den Tierschutzvereinen oder Tierheimen nach, ob nicht da Ihr neuer Gefährte sitzt. Diese Tiere danken es Ihnen sehr, wieder ein Zuhause zu haben und Sie haben einen großen Beitrag zum Tierschutz geleistet.

 

 

  • Katzenkastration

 

Hier möchten wir zum Thema Katzenkastration ein paar wichtige Informationen weitergeben.

 

Warum sollte man eine Katze, egal ob Kater oder Kätzin kastrieren?

Da wäre zum einen der unerwünschte Nachwuchs, der zwei Mal im Jahr auftreten kann.

Eine Katze kann pro Wurf in der Regel 4-6 Katzenbabys bekommen. Geht man davon aus, dass ein Katzenpaar zwei Mal im Jahr Nachwuchs bekommt und jeweils nur 3 Babys pro Wurf überleben, dann kommt man nach einem Zeitraum von 5 Jahren auf 12.680 Katzen und nach 10 Jahren auf mehr als 80 Millionen Katzen!!

 

Hierzu eine Statistik:

 

nach 1 Jahr:           12 Katzen

nach 2 Jahren:       66 Katzen

nach 3 Jahren:       382 Katzen

nach 4 Jahren:       2.201 Katzen

nach 5 Jahren:       12.680 Katzen

nach 6 Jahren:       73.041 Katzen

nach 7 Jahren:       420.715 Katzen

nach 8 Jahren:       2.423.316 Katzen

nach 9 Jahren:       13.958.290 Katzen

nach 10 Jahren:     über 80 Millionen Katzen

 

Des weiteren kommt die vermehrte Übertragung von gefährlichen Krankheiten hinzu, wie z.B. Leukose und FIV (Katzen-AIDS, bei uns weit verbreitet), die beide tödlich enden.

Kater, die nicht kastriert sind, stürzen sich auf jeden Konkurrenten oder sind ständig rolligen Kätzinnen hinterher, d.h. durch den Deckakt oder Verletzungen wie Beiß- und Kratzwunden werden die gefährlichen Krankheiten hauptsächlich übertragen.

 

Eine weit verbreitete und bis heute beharrliche Meinung ist, dass es besser für die Kätzin sei sie aus gesundheitlichen Gründen einmal Junge bekommen zu lassen. Es existieren dafür aber keinerlei medizinische Beweise für dessen Richtigkeit.

 

 

 

  • Infos rund um das Kaninchen

 

Kaninchen sind Tiere, die in Gruppen leben, von daher dürfen sie nicht allein gehalten werden. Dies würde fast schon an Tierquälerei grenzen. Der Mensch oder ein anderes Tier wie z.B. ein Meerschweinchen können den Partner nicht ersetzen!!! Ein Pärchen versteht sich im allgemeinen am besten. Der Rammler sollte früh genug, bis zur 14. Lebenswoche kastriert werden.

 

Wenn die Kaninchen eingezogen sind, sollten sie erst mal 1-2 Tage in Ruhe gelassen werden. Damit sich Tiere und Halter kennen lernen, sollte man mit leiser Stimme zu den Tieren gesprochen werden, dabei kann man die Hand evtl. mit einem Leckerchen hingehalten werden. Aber bitte niemals von oben und unvermittelt nach den Kaninchen greifen, das erschreckt die Tiere und sie lernen die Hand als etwas negatives kennen.

 

Ein Käfig mit den Maßen 140cm x 60cm ist das absolute Minimum für 2 Kaninchen. Meist gibt es leider keine größeren Käfige zu kaufen, diese eignen sich nur für Tiere, die ganztägig Auslauf in der Wohnung oder im Freien haben. Sollten sie Häuser verwenden, müssen diese ausreichend groß gewählt werden, das Kaninchen muss sich drinnen ganz ausstrecken können. Verwendet sie bitte keine Plastikhäuser, darin herrscht keine ausreichende Luftzirkulation.

Mindestens 1x pro Woche muss das Gehege gründlich gereinigt werden, die Toilette, je nachdem wieviele Tiere gehalten werden, alle 1-2 Tage.

 

Das natürlichste Nahrungsmittel ist sicher Gras, im Sommer kann es nach langsamer Gewöhnung gern in großen Mengen angeboten werden. Das andere Grundnahrungsmittel ist Heu. Es sollte immer unbegrenzt zur freien Aufnahme angeboten werden. Durch das ständige Heumahlen nutzten sich die Backenzähne gut ab.

Damit die Schneidezähne gut abgenutzt werden, sollten ihnen Zweige zum benagen zur Verfügung gestellt werden. Besonders geeignet sind Zweige von ungespritzten Apfelbäumen, Haselnussbäumen, usw.

 

Altes, hartes Brot dient nicht zur Abnützung der Zähne – es enthält Salze und Backtriebmittel und zu viel Stärke und ist somit schwer verdaulich.

 

Mindestens 1x am Tag sollte Frischfutter in Form von Gemüse verfüttert werden. Z.B. Fenchel, Möhren mit Grün, Sellerieknolle, Petersilienwurzel, Pastinaken, Gurken, versch. Salatsorten (selten), usw.

Andere Kohlarten, Zwiebelgewächse, Avocados und Kartoffeln sind eher unverträglich bis giftig.

Gemüse täglich / Obst nur als Leckerchen.

Achtung: Bitte kein getreidehaltiges Trockenfutter und Frischfutter ( Gras, Karotten usw.) zusammen geben. Dadurch können schlimme Aufgasungen entstehen. Das getreidehaltige Trockenfutter, wie es im Handel erhältlich ist, sollte man generell vermeiden, da es für die Gesundheit der Kaninchen nicht gut ist.

 

Frisches Wasser sollte immer in einer nicht tropfenden Tränke oder tiergerechter im Napf zur freien Verfügung stehen. Das Wasser MUSS täglich gewechselt werden.

 

Wenn sie mehr über Kaninchen und alle anderen Nager wissen wollen, können sie sich unter www.diebrain.de weiter informieren.